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    Saisonstart in Österreich – die Checkliste für deinen Saisonjob

    Der Vertrag für die Wintersaison ist unterschrieben – und jetzt? Von der Meldebestätigung bis zur E-Card: Diese Punkte solltest du vor und nach deinem Saisonstart in Österreich abhaken.

    6 min Lesezeit

    Der Job ist fix – jetzt geht's los

    Die Saison rückt näher, die Koffer sind bald gepackt. Ob Hütte in Tirol, Wellnesshotel im Salzburger Land oder Après-Ski-Bar in Vorarlberg: Eine Saison in Österreich ist für viele die schönste Zeit des Jahres – mit starken Teams, Bergen vor der Haustür und dank Trinkgeld oft einem ordentlichen Plus auf dem Konto. Falls du noch überlegst, wohin es gehen soll, hilft dir unser Überblick über die besten Orte für Gastronomie-Jobs.

    Damit der Start reibungslos klappt, haben wir die wichtigsten Punkte zusammengefasst: Aufenthalt und Anmeldung, Arbeitsvertrag, Gehalt und Versicherung – und was du beachten musst, wenn du mit dem eigenen Auto anreist.

    1. Einreise, Aufenthalt und Anmeldung

    EU, EWR und Schweiz: Mit einer Staatsbürgerschaft aus diesen Ländern brauchst du weder ein Visum noch eine eigene Arbeitserlaubnis. Ein gültiger Reisepass oder Personalausweis genügt.

    Drittstaaten: Kommst du aus einem anderen Land, brauchst du vor Arbeitsbeginn ein passendes Visum bzw. einen Aufenthaltstitel und eine Beschäftigungsbewilligung – für Saisonkräfte gibt es dafür eigene Kontingente. Für Fachkräfte kann auch die Rot-Weiß-Rot-Karte der richtige Weg sein. Verbindliche Auskünfte bekommst du beim AMS oder bei der Arbeiterkammer.

    Wohnsitz melden: Egal ob Personalhaus, WG oder eigene Wohnung – in Österreich meldest du dich innerhalb von drei Tagen nach dem Einzug beim Meldeamt deiner Gemeinde an. Du erhältst eine Meldebestätigung, die du oft auch für Bank und Behörden brauchst. Und ganz wichtig: Am Ende der Saison meldest du dich wieder ab.

    2. Der Arbeitsvertrag

    Unterschreibe nichts, was du nicht in Ruhe gelesen hast. Alles, was ihr mündlich besprochen habt – Arbeitszeiten, freie Tage, Unterkunft, Verpflegung –, gehört auch in den schriftlichen Vertrag. Lass dir eine Kopie geben und bewahre sie gut auf.

    In der Saison ist ein befristeter Vertrag üblich. Er endet automatisch zum vereinbarten Datum, eine Kündigung ist dafür nicht nötig. Umgekehrt kann ein befristetes Dienstverhältnis vor Ablauf grundsätzlich nicht gekündigt werden – außer, eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit wurde ausdrücklich im Vertrag vereinbart. Ist ein Probemonat vereinbart, können beide Seiten das Dienstverhältnis in dieser Zeit jederzeit beenden; eine einvernehmliche Auflösung ist ohnehin immer möglich.

    3. Gehalt, Steuern und Sozialversicherung

    In Österreich wird das Gehalt immer brutto vereinbart. Bei einer Ganzjahresstelle bekommst du es 14-mal im Jahr – das 13. und 14. Gehalt sind Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Als Saisonkraft stehen dir beide anteilig für die Dauer deiner Beschäftigung zu, genauso wie dein Urlaubsanspruch.

    Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge zieht dein Arbeitgeber direkt vom Bruttolohn ab. Wie viel netto übrig bleibt, rechnest du am besten vorab mit dem Brutto-Netto-Rechner des Finanzministeriums aus. Kläre außerdem rechtzeitig, ob Kost und Logis kostenlos sind oder ob ein Anteil vom Lohn einbehalten wird.

    Dein Arbeitgeber meldet dich bei der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) an. Mit einer Vollzeitstelle bist du damit – auch bei befristetem Vertrag – kranken-, unfall-, pensions- und arbeitslosenversichert. Kurz nach der Anmeldung kommt deine E-Card per Post; mit ihr gehst du in Österreich zum Arzt.

    Gut zu wissen: Trinkgeld, das dir Gäste freiwillig und direkt geben, ist in Österreich lohnsteuerfrei.

    4. Mit dem eigenen Auto anreisen

    Bleibt dein Hauptwohnsitz im Ausland, darfst du mit deinem bisherigen Kennzeichen in der Regel bis zu einem Jahr in Österreich fahren. Verlegst du deinen Hauptwohnsitz nach Österreich, musst du ein mitgebrachtes Fahrzeug grundsätzlich innerhalb eines Monats hier zulassen. Im Zweifel lohnt sich eine kurze Nachfrage bei der Zulassungsstelle oder einem Autofahrerclub.

    Deine Checkliste zum Saisonstart

    • Reisepass oder Personalausweis einpacken (aus Drittstaaten: Visum und Bewilligung)
    • Wohnsitz innerhalb von drei Tagen beim Meldeamt anmelden
    • Arbeitsvertrag vor dem ersten Arbeitstag lesen und unterschreiben
    • Eine Kopie des Vertrags für deine Unterlagen behalten
    • Kost und Logis klären: kostenlos oder mit Eigenanteil?
    • Nettogehalt mit dem Brutto-Netto-Rechner ausrechnen
    • E-Card nach der Anmeldung gut aufbewahren
    • Bei Bedarf ein österreichisches Bankkonto eröffnen
    • Mitgebrachtes Auto prüfen: Ist eine Zulassung in Österreich nötig?
    • Am Saisonende beim Meldeamt abmelden

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    Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.

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